Digitaler Tachograph - Auswertung der Aufzeichnungen


Auswertung DDD Datei - Massendaten

Mit der Einführung der digitalen Tachographen seit 2006 mit der VO (EG) Nr. 2135/98 [ auch VO (EWG) Nr. 3821/85, welche durch die VO (EU) Nr. 165/2014 abgelöst wird ] werden neben der Aufzeichnungen der Lenk- und Ruhezeiten auch Geschwindigkeitsüberschreitungen und der Fahrtverlauf der letzten 24 Stunden protokolliert. Die 24 Stunden beziehen sich dabei auf die effektive Fahrzeit, daher kann z.B. bei einer täglichen Fahrtdauer von 8 Stunden auf die Daten der letzten 3 Tage zurückgegriffen werden. Es handelt sich hier um einen Ringspeicher, der eben nur diese 24 Stunden umfasst und dann überschrieben wird. Ist ein mit einem digitalen Tachograph ausgerüstetes Fahrzeug in einen Unfall verwickelt und die Daten sollen zur Aufklärung des Unfallhergangs hinzu gezogen werden, ist es wichtig den Tachographen zeitlich nach dem Unfall umgehend auszulesen und die Massendaten (DDD-Datei) zu sichern. Die Daten werden sonst gnadenlos im Zeitablauf überschrieben und können auch nicht wiederhergestellt werden. .

Die Daten in der DDD-Datei sind binär abgespeichert und können nicht direkt eingesehen werden. Die zur Verfügung stehenden Programme zur Darstellung der Massendaten aus den DDD-Dateien sind für die Zwecke der Unfallrekonstruktion i.d.R. nicht geeignet. Für die unfallanalytische Auswertung sind neben den Zeiten und Geschwindigkeiten auch die Beschleunigungen und Wegstrecken relevant. Mit dem DDD-Toolkit hat das Ingenieurbüro Kneifel eine Software entwickelt, um diese Daten direkt zu übernehmen und aufzubereiten. Mit entsprechenden Exportfunktionen werden diese Informationen den üblichen Softwaretools und 3D-Programmen aus der Unfallrekonstruktion zugeführt.

Accident Analysis Software AAS - Apps zur Unfallrekonstruktion



Im Rahmen einer Verkehrsunfallanalyse betrachtet der Unfallrekonstrukteur die räumlichen und zeitlichen Annäherungen aller beteiligten Fahrzeuge. Jedes bewegte Objekt benötigt mit seiner aktuellen Ge­schwin­dig­keit für das Zurücklegen einer Wegstrecke eine bestimmte Zeitdauer. Ausgehend von der zuvor im Rahmen einer Kollisionsanalyse ermittelten Kollisionsgeschwindigkeit und etwaiger Spurenzeichnungen kann auf die Ausgangsgeschwindigkeit der Fahrzeuge zum Zeitpunkt der Reaktion des Fahrzeugführers geschlossen und die räumliche Vermeidbarkeitsgeschwindigkeit berechnet werden.

Mit diesem Programm-Modul sind kinematische Grundberechnungen aus der Unfallrekonstruktion abgedeckt: Geschwindigkeiten, Wege, Zeiten. Die App ist geeignet mögliche Verläufe grundlegend zu ermitteln, aber auch, um etwaige bereits vorliegende Berechnungen aus einem Gutachten zu überprüfen und die Einflussfaktoren der Eingaben in ihrer Bandbreite zu erkennen.

Die Module der AAS-Software sind für mobile Endgeräte ausgelegt und wurden vom Ingenieurbüro Kneifel entwickelt und programmiert. Das Modul 1 umfasst Grund­berechnungen aus der Unfallanalyse zur Ermittlung von Wegen, Ge­schwin­dig­keiten und Zeiten. Soweit eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Unfallstelle zu berücksichtigen ist oder die konkrete Situation eine niedrigere Geschwindigkeit, als die tatsächlich nachgewiesene erfordert, berechnet die App automatisch die not­wendige Vermeidbarkeitsgeschwindigkeit, aus der der Unfall ohne Kollision räum­lich abwendbar war.


Programm Unfallrekonstruktion

Geschwindigkeitsmessung - Anzeige des Anhalteweges


Das Kraftfahrzeug als unser wichtigstes Fortbewegungsmittel versetzt uns in die Lage mit sehr hohen Geschwindigkeiten zu fahren. Geschwindigkeiten für die der Mensch nicht mit entsprechenden Sinnesorganen ausgerüstet ist, so dass uns sowohl eine sichere Wahrnehmung für die tatsächliche Bewegungsgeschwindigkeit als auch für die erforderliche Wegstrecke , die wir zum Anhalten bis zum Stillstand benötigen, fehlt.

Gut, für die Erfassung der aktuell gefahrenen Geschwindigkeit steht uns die Tachoanzeige im Fahrzeug zur Verfügung. Damit wissen wir jedoch noch lange nicht, welche Wegstrecke uns zur Verfügung steht, um beim plötzlichen Auftauchen einer Gefahr oder eines Hindernisses rechtzeitig -ohne Kollision- anhalten zu können. Das Erkennen der notwendigen Wegstrecken wird primär durch Erfahrung geschult. Das funktioniert jedoch leider nicht immer, die hohen Unfallzahlen verdeutlichen dies auf nachvollziehbare Weise. Die erforderlichen Anhaltestrecken aus einer bestimmten Geschwindigkeit sind oft deutlich höher, als es selbst ein erfahrener Fahrzeugführer einschätzt. Unsere kleine App kann dabei behilflich sein, die tatsächlich erforderlichen Anhaltewege besser einzuschätzen und das immer für die aktuell gefahrene Geschwindigkeit.

Die Zusammenhänge zwischen Fahrgeschwindigkeit und Anhalteweg sind dabei keineswegs so trivial, wie man zunächst annehmen könnte. Der erforderliche Bremsweg ist dabei nicht linear von der Geschwindigkeit abhängig, vermutlich fällt es uns auch deswegen so schwer, hier eine korrekte Einschätzung vorzunehmen. Aus einer Geschwindigkeit von 25 km/h beträgt der reine Bremsweg auf trockener Fahrbahn etwa 3 Meter, bei doppelter Geschwindigkeit -also 50 km/h- bereits 12 Meter. Eine Verdoppelung der Geschwindigkeit führt somit zu einer Vervierfachung des Bremsweges. Diese Dynamik kann ein Fahrzeugführer intuitiv kaum erfassen.

Der Bremsweg alleine ist für die weiteren Abläufe jedoch nicht alleinig ausschlaggebend. Tritt unerwartet eine Gefahr auf, benötigt der Fahrzeugführer zusätzlich einen Zeitraum, um den Gefahreneintritt zu erkennen und um zu reagieren. Damit vergeht unter günstigen Voraussetzungen eine weitere Sekunde, in der das Fahrzeug vollkommen ungebremst weiterfahrt. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h bewegt sich das Fahrzeug fast 14 Meter ungebremst weiter. Befindet sich eine Person in diesem noch zu durchfahrenden Bereich, wird diese mit der vollen ursprünglichen Geschwindigkeit von 50 km/h angefahren. Das alles ist äußerst schwierig einzuschätzen, selbst erfahrene Fahrzeugführer erkennen kaum vollumfänglich, welche Einflüsse hier alle zu beachten sind. Hätten Sie wirklich gewusst, dass Sie bei einer Überschreitung der eben erwähnten Geschwindigkeit um nur 10 km/h, bei einer Gefahren- und Vollbremsung mit noch über 40 km/h Restgeschwindigkeit mit dem Hindernis kollidieren, an dem Sie mit 50 km/h bereits rechtzeitig bis zum Stillstand abgebremst hätten?

Unsere App hilft dabei, den Blick für solche Situationen zu schärfen. Wir haben keinen Sensor, um diese Bündelung von Gefahren erfassen zu können. Ihr Handy aber schon. Unsere Anwendung erfasst während des Fahrbetriebes Ihre aktuell gefahrene Geschwindigkeit und zeigt am oberen Displayrand in großer roter Schrift immer den erforderlichen Anhalteweg an. Die App berechnet zunächst die Wegstrecke, die Sie während Ihrer Reaktionszeit ungebremst zurücklegen und ermittelt dann abhängig von den Witterungsbedingungen den aus der Fahrgeschwindigkeit zwingend erforderlichen Bremsweg. Die Summe aus Reaktions- und Bremsweg bildet dann den Anhalteweg und den können Sie in großen roten Zahlen auf dem Display verfolgen.

Laden Sie die App auf Ihr Handy und lassen Sie sich überraschen. Die Bedienung und das Ablesen des Anhalteweges überlassen Sie natürlich dem Beifahrer. Wenn Sie bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h selbst für nur 1 Sekunde auf das Display schauen, legt Ihr Fahrzeug fast 30 Meter unkontrolliert zurück. Das lassen wir besser!

Hier können Sie die App für Android Smartphones und Tablets und das iPhone oder iPad herunter laden. Die Windows Phone Version ist in Kürze verfügbar. Alternativ scannen Sie den unten abgebildeten QR-Code direkt mit Ihrem Handy ein (oder klicken darauf) und werden direkt zum Download geführt.

In Kürze verfügbar IOS Version Android Version
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An der Unfallstelle - Die perfekte Beweissicherung

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Unfall-Guide: Nichts vergessen und alles richtig machen

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